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höchste Teil der Festung wird ebenfalls
von zwei Türmen an den Extrempunkten
verteidigt. Weiterhin hatte die Burg noch
andere konzentrische Verteidigungsanlagen,
in denen das Volk Schutz suchte und von denen
noch heute Reste zu sehen sind. Die Reste
der Schanze Sant Cristòfol erinnern
an die Aussmasse der Karlistenkriege in
diesem Territorium; direkt daneben befindet
sich die gleichnamige Einsiedlerei, welche
auf dem Gipfel des Berges die gesamte Stadt
L’Alcora überragt. Der eigenartige
militärische Stil, in dem sie erbaut
ist, entstand im XVIII. bis XIX. Jahrhundert
aufgrund der häufigen Nutzung von Artilleriegschossen.
In der Gegenwart sind eine der Türen
und Teile der Aussenfassade sowie eine Artilleriebatterie
am Eingang der Einsiedlerei zu sehen.
Die Kreuzwegkapelle (ermitorio del Calvari)
beherbergt eine wunderwirkende Christusfigur,
welche von den Einheimischen mit Hingabe
angebetet wird. Der gesamte Kreuzweg befindet
sich in einer unglaublich schönen Landschaftskulisse.
In den 15 Nischen befanden sich ehemals
Keramikbilder aus der Königlichen Fabrik
des Fürsten von Aranda, die die Stationen
des Kreuzwegs darstellten. Nach einem angenehmen
Spaziergang auf einem gewundenen Weg gelangt
man auf den Platz vor der Kapelle.
Mitten in einer Grünanlage l’Alcoras
finden wir die Wallfahrtskirche Sant Vicent
aus dem XVI. Jahrhundert, ein Ort der Besinnung
für die Bewohner der Stadt. Besonders
beachtenswert sind die Kachelarbeiten sowie
die glasierte Kuppel im levantinischem Stil.
Keramiktradition
Die Real Fábrica de Loza y Porcelana
del Conde de Aranda (Königliche Kachel-
und Keramikfabrik des Fürsten von Aranda)
ist international bekannt und wurde im Jahre
1727 etwas ausserhalb der Stadt neben dem
Kloster Sant Francesc gegründet. Den
besten Einblick in die Produktion dieser Fabrik
gibt ein Besuch des Keramikmuseum von l’Alcora,
welches sich in einem Herrenhaus (1907) in
der Strasse Tejedores mitten im historischen
Viertel ‘barrio de la Sangre’
befindet.
Das Gebäude besteht aus drei Stockwerken
sowie einem Innenhof und hat ein interessantes
eisernes Treppengelände aus der Modernisme.
An verschiedenen Stellen wird man Kacheln
aus dem ersten Drittel des XX. Jahrhunderts
entdecken, welche die Museumsausstellung
auf interessante Weise ergänzen.
Die drei Stockwerke des Gebäudes sind
in thematisch unterschiedliche Abteilungen
aufgeteilt. Im Erdgeschoss, früherer
Stall und Schuppen für Ackergeräte,
befindet sich nun ein komplett renovierter
Saal, in dem ein dynamisches Programm an
Wanderausstellungen und eigenen Sammlungen
zur Ergänzung der Museumsinhalte geboten
wird.
Feste und
Traditionen
Die Fiestas del Cristo Ende August gehören
zu den wichtigsten Feierlichkeiten von l’Alcora
und werden seit dem Jahre 1701 begangen,
um das Auftauchen einer Christusfigur in
der Stadt zu zelebrieren. Der Hauptakt ist
die Prozession zur Kreuzwegkapelle am letzten
Augustsonntag. Weiterhin ergänzen verschiedene
Freizeit-, Kultur- und Sportaktivitäten
das reichhaltige Programm, sowie die anlässliche
Ernennung der Königin und der Ehrendamen,
welche dann die verschiedenen Programmpunkte
präsentieren.
Nennenswert ist auch die Fiesta del Rotllo
am Ostermontag. Die Legende berichtet, dass
die Stadtvorsteher von l’Alcora beschlossen,
alle Kinder unter neun Jahren zur Wallfahrtskirche
Sant Cristòfol zu schicken, um das
Ende der Trockenzeit zu erbitten.
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